Dein Lebenslauf wird länger als eine Seite. Bevor du wichtige Erfahrung streichst oder die Schrift verkleinerst, prüfe zuerst die Vorgaben der Bewerbung. Die Seitenzahl soll zum Inhalt passen. Ein kurzer CV muss deinen Werdegang weiterhin verständlich und wahrheitsgemäss zeigen.
Richtwerte einordnen
Die UZH-Webseite empfiehlt, zwei bis drei Seiten nicht zu überschreiten. Ihre Präsentation von 2025 nennt meist eine bis zwei Seiten; akademische CVs haben dort keine feste Längengrenze.
Das ist keine allgemeine Vorschrift für jede Bewerbung. Wenn ein Arbeitgeber eine Seitenzahl oder ein bestimmtes Format verlangt, richte dich danach. Bei wissenschaftlichen Bewerbungen prüfst du zusätzlich die Anforderungen an Publikations- und Projektlisten.
Inhalt auswählen statt zusammenquetschen
Für den Berufseinstieg kann eine Seite reichen, wenn Ausbildung, relevante Praxis und Kenntnisse gut darauf Platz finden. Bei mehreren relevanten Stationen kann eine zweite Seite helfen, Aufgaben und Beiträge verständlich zu beschreiben. Fülle sie nicht mit Wiederholungen.
Beispiel: Du bewirbst dich im Kundenservice. Beschreibe eine passende Tätigkeit konkret, etwa «Kundenanfragen telefonisch aufgenommen und zur Bearbeitung weitergeleitet» — aber nur, wenn du das tatsächlich gemacht hast. Weniger relevante frühere Aufgaben kannst du kürzer beschreiben. Ändere dabei weder Beschäftigungsdaten noch die tatsächliche Rolle.
Dein Drei-Fragen-Check
- Gibt die Ausschreibung eine Länge oder ein Format vor? Notiere diese Vorgabe zuerst.
- Sind passende Aufgaben und Erfahrungen verständlich beschrieben? Kürze doppelte Aussagen, bevor du ein wichtiges Beispiel löschst.
- Ist das exportierte PDF gut lesbar? Prüfe Schrift, Seitenumbrüche und eine eventuell fast leere letzte Seite.
Vergleiche anschliessend deine kurze und längere Fassung. Entscheide anhand der konkreten Bewerbung, welche besser lesbar ist und die passenden Informationen enthält. Die Seitenzahl allein sagt nichts über eine automatische Vorauswahl oder deinen Bewerbungserfolg aus.
Auch die fertige Datei prüfen
Unabhängig vom verwendeten Werkzeug bleibt die Schlusskontrolle bei dir. Kontrolliere die exportierte Datei nach jeder grösseren Textänderung. Informationen zu PARAT findest du auf der PARAT-Startseite.


